Lucy Clarke – Das Haus am Rand der Klippen

Ich habe mit diesem Buch nicht nur ein neues Lieblingsbuch von Lucy Clarke gefunden, ich habe damit auch ein neues Buch auf meiner Liste meiner liebsten Bücher überhaupt. Das liegt besonders an der Armosphäre, die Clarke immer wieder aufs neue zu erschaffen weiß, sowie dem unglaublichen Setting.

das haus am rand der klippen cover

Originaltitel: You let me in

Übersetzerin: Claudia Franz

Verlag: Piper

Seitenzahl: 415

Preis: 15 Euro

Zum Inhalt:

Elle hat es geschafft, sich gleich zwei ihrer größten Träume zu erfüllen. Sie brachte ein erfolgreiches Buch raus und konnte sich aufeinmal ihr Traumhaus am Rand der Klippen leisten. Doch je erfolgreicher das erste Buch einschlägt, desto mehr muss sie mit Schreibblockaden kämpfen und der neue Abgabetermin rückt immer näher. Während einer Lesereise nach Frankreich vermietet sie ihr Traumhaus über Airbnb, denn ihre finanzielle Lage verschlechtert sich zunehmend. Als sie zurückkommt ist auf den ersten Blick alles normal. Doch dann bemerkt sie, dass jemand in ihrem Schreibzimmer war, dabei war es doch abgeschlossen und der Schlüssel war mit in Frankreich. Elle fühlt sich zunehmend unwohler in ihrem Zuhause und mit ihrer Angst vor dem Abgabetermin steigt auch die Angst vor dem Unbekannten.

Meine Meinung:

Elle und ihr Leben haben mich zunehmend mehr in Beschlag genommen. Nicht nur, dass sie in einem Traumhaus wohnt und offensichtlich ihren Traum lebt. Auch das Eintauchen in den Schreibprozess ihres neuen Buches war faszinierend. Dabei wird sie zunehmen paranoider und der Leser beginnt sich zu fragen, was real ist und was nur Elles Einbildung geschuldet. Das Ganze dann in einem traumhaften Setting. Ich muss zugeben, dass das Buch anders war, als ich es von Clarke gewohnt bin. Es war generell etwas düsterer und weniger auf Liebesbotschaften aus. Doch gerade das hat mir wirklich gut gefallen. Ich war ständig im Zwiespalt, ob ich gerne in die Geschichte eintauchen würde und Elles Leben leben wollte, oder ob ich froh sein kann, nicht Elle zu sein.

Zwischendrin werden immer wieder Kapitel aus Elles Collegezeiten eingestreut, was ich sehr erfrischend fand. Ebenso die Stimme des „Täters“, die sich zwischendrin abzeichnete und die der Hinweis darauf war, dass Elle nicht einfach nur komplett abdreht, ist ein gelungener Zusatzeffekt.

Ich kann eigentlich nur so viel sagen, dass Clarke es schafft, dass der Leser in die Welt eintaucht und vollkommen mitgerissen wird. Meiner Meinung nach ihr bestes Buch!

9. Satz:

Denken Sie darüber nach, woran der Blick hängen bleiben könnte: an den Fotos von Ihnen und Ihrer Familie, die an den Wänden hängen.

(S.5)

 

 

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