The couple next door – Shari Lapena

The couple next door ist ein Buch, das einem schon vieles vor dem Lesen zu verraten scheint. Erster Gedanke: Es geht um das Paar, das nebenan wohnt. Der Untertitel verrät: Jedes Paar hat seine Geheimnisse. Manche sind tödlich. Normalerweise finde ich, dass das schon viel zu viel verrät und man mit bestimmten Erwartungen an das Buch herantritt. Inwiefern trifft das nun auf The couple next door zu?

the couple next door cover

Übersetzer: Rainer Schumacher

Verlag: Bastei Lübbe

Seitenzahl: 320

Preis: 10 Euro

Der Inhalt:

Als die Babysitterin ein paar Stunden bevor Marco und Anne ausgehen wollen absagt, stehen diese vor einer Entscheidung: Sollen sie nicht zur Dinnerparty nebenan gehen oder doch? Das Kind mitzunehmen ist keine Option, da die beste Freundin und Nachbarin des Paars Kinder hasst. Sie entscheiden sich, zu gehen und alle halbe Stunde rüberzulaufen, um nach ihrer Tochter zu sehen. Als sie dann nach Hause kommen, ist das Kinderbett leer und Tochter Cora spurlos verschwunden.

Meine Meinung:

Wie oben erwähnt fragte ich mich ständig, was eigentlich der Titel bedeuten soll? Hängt das Paar von nebenan mit in der Sache drin? Oder sind mit dem Couple next Door in Wirklichkeit sogar Anne und Marco gemeint? Lapena schaffte es, mir ständig neue Fragen zu stellen, die ich mir erst nach dem Buch beantworten konnte. Oder vielleicht auch nicht, da ich eigentlich denke, dass Titel und besonders Untertitel gänzlich unpassend sind!

Die Geschichte rund um Coras Verschwinden wird aus den unterschiedlichsten Perspektiven erzählt. Es gibt die von Marco und Anne, die des Inspektors und manchmal auch die anderer, vermeintlich beteiligter Personen. Dadurch gelingt es Lapena, dass der Leser immer mehr zu wissen scheint, als die anderen Figuren des Buches. Sie schafft es, immer genau im richtigen Moment kleine Spannungshappen vorzuwerfen, sodass das Buch nie wirklich an Spannung verliert und der Leser am Ball bleibt.

Viele Verwicklungen konnte man in irgendeiner Weise erahnen, gleichzeitig hätten es aber auch wieder komplett andere Verwicklungen der Charaktere geben können. Sicher sein, konnte man sich während des Lesens eigentlich nie. So wurde der Leser selbst zum Ermittler. Man wusste immer etwas Neues und musste sich dennoch eigene Gedanken und Interpretationen dazu machen. Genial!

Am Ende weiß man gar nicht mehr, wem man trauen und glauben kann und wem nicht. Denn wirklich warm wurde ich mit keiner der Figuren. Das kann nun für oder gegen einen guten Thriller sprechen – je nachdem wie man es betrachtet. Ich würde The couple next door jedenfalls immer wieder lesen.

5. Satz:

Ohne Alkohol hätte sie diesen Abend nicht überlebt.

(Shari Lapena: The couple next door, S. 7.)

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