Marie spiegelt sich – Isabella Archan

Auf der Frankfurter Buchmesse hatte ich das Vergnügen, Isabella Archan persönlich kennenzulernen. Sie war grundauf sympathisch und konnte mich sofort für ihre Krimireihe rund um Kommissarin Willa Stark begeistern. Die Reihe umfasst insgesamt drei Bücher (Helene geht Baden, Marie spiegelt sich, Anton zaubert wieder), wobei die Bücher auch einzeln für sich gelesen werden können. So habe auch ich mit dem zweiten Buch angefangen, da mich Entführungsfälle mehr reizen als Morde etc. Dabei hatte ich keine Probleme, der Handlung zu folgen, da der Fall für sich steht und Details aus dem ersten Buch wieder erklärt wurden.

Über die Autorin Isabella Archan:

Isaballa Archan hat mit ihrer Kommissarin manches gemein. So ist sie auch gebürtig aus Österreich und lebt nun in Köln. In Österreich, Deutschland und der Schweiz war sie als Schauspielerin tätig und hat sich dann dem Schreiben gewidmet. Neben der Willa-Stark-Reihe hat sie auch eine Krimireihe um die ermittelnde Zahnärztin Dr. Leo Kardiff geschrieben.

marie spiegelt sich cover

Seitenzahl: 312

Verlag: Conte

Preis: 13,90 Euro

Der Klappentext:

Winter in Köln: Marie ist dreizehn, Marie liebt ihren Stoffbären und Marie schreibt gern. Sie erwacht in einem kalten Raum, dessen einziges Fenster zugemauert ist. Ihr Aufbäumen, ihr Widerstand, ihre Fluchtversuche scheitern und schließlich bleiben nur Durst und Kälte und Angst.

Maries Schule in Köln-Brück ist der letzte Ort, an dem sie gesehen wurde.
Die Kripo Köln sucht fieberhaft, die Mutter verzweifelt und Willa Stark muss tief graben, um die Hoffnung am Leben zu halten.
Doch auch die Zeit der jungen Grazer Polizistin läuft ab und als die Suche nach Marie scheitert, sich alte wie neue Spuren im Schnee verlieren, helfen nur noch Mut und Waghalsigkeit.

Meine Meinung:

Einige von euch wissen vielleicht, dass ich nicht die große Krimileserin bin, sondern lieber zu Thrillern greife. Besonders Ermittler schrecken mich ab. Diesen Krimi hier habe ich dennoch sehr gerne gelesen. Ein Grund dafür ist, dass die einzelnen Kapitel eben nicht nur aus Willa Starks Sicht verfasst sind. Ein Großteil kommt dabei auch der Täterfigur und dem Opfer Marie zu, manchmal berichten auch Nebenfiguren. So erfuhr man gleichzeitig, wie es Marie ging, und, was mir besonders gefiel, was in der Täterfigur vorging. Diese war wirklich sehr interessant und hat in mir das ein oder andere Mal einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Sie ist es wohl auch, über die ich mir während des Lesens die meisten Gedanken gemacht habe. Das Buch beginnt ungewöhnlich, wird uns hier doch ein „Es“ präsentiert, mit dem wir zunächst nichts anfangen können. Bis wir allmählich mehr über dieses „Es“ erfahren. So wird aus dem ungewöhnlichen Erzählstil ein wirklich gut gewählter Kniff!

Ebenso gut gewählt empfand ich den Titel. Zu anfangs habe ich mir wenig Gedanken darüber gemacht, bis ich Marie näher kennenlernte. Ich muss zugeben, dass ich mich mit dem Mädchen gut identifizieren konnte und an mich selbst mit 13 Jahren dachten musste. Dies lag dabei nicht nur am Namen des Mädchens.

Archans Schreibstil ist wirklich gut und flüssig zu lesen. Erfrischend war auch, dass zwischendrin österreichische und kölsche Redewendungen aufkamen, die auch in einem Glossar am Ende des Buches erklärt werden.

Ich bin froh, diesen Krimi trotz meiner Ablehnung gegen Kommissare gelesen zu haben. Er war spannend und tiefgründig, mit Liebe zum Detail.

Erster Satz:

Sterne, denkt Es.

An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an den Conte Verlag, der mir das Buch zur Verfügung stellte!

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