One small thing – Erin Watt

Das sind wirklich Liebesgeschichten, bei denen man verzweifelt: Alles wäre perfekt, gäbe es da  nicht ein unvermeidliches Problem, das die Liebe verhindert. Was tut man dann? Egal welchen Weg man wählt, jemand ist dabei immer unglücklich.

one small thing cover

Seitenzahl: 365

Verlag: Piper

Preis: 12,99 Euro

 

Klappentext:

Seit dem tragischen Tod ihrer Schwester ist im Leben von Beth nichts mehr so, wie es war. Sie vermisst ihre engste Vertraute schmerzlich, und ihre Eltern sind seither so ängstlich, dass sie Beth auf Schritt und Tritt bewachen. Doch eines Nachts schleicht sie sich heimlich zu einer Party. Dort trifft sie Chase, einen attraktiven und charmanten jungen Mann, der gerade erst in die Stadt gezogen ist. Sofort knistert es zwischen den beiden, und Beth schwebt im siebten Himmel. Bis sie erfährt, dass Chase ein düsteres Geheimnis hütet, das mit dem Tod ihrer Schwester eng verwoben ist …

(Quelle: Piper)

Meine Meinung:

Beth hat das oben beschriebene Problem. Sie verliebt sich in einen Jungen, den sie nicht lieben darf und daran ist auch nichts zu ändern. Zuerst möchte sie sich selbst nicht eingestehen, dass sie Chase mag, und verdrängt ihre Gefühle. Sie kommt erst darauf, dass sie doch mehr für ihn empfindet, als sie ihre Reaktionen auf Demütigungen, die ihm widerfahren, reflektiert. Beth kann nicht mal mit ihren besten Freundinnen über ihre Gefühle reden, denn sie denkt, egal wem sie die Gefühle gesteht, jeder hält sie für krank. Sie hält sogar sich selbst für krank. Ich weiß nicht, wie ich in der selben Situation denken würde, doch als Leserin hielt ich Beth keinesfalls für krank! Vielmehr fieberte ich mit, wie sie nur in Ruhe eine Beziehung mit Chase führen könnte, ohne dass sie selbst oder andere darunter leiden. Ich suchte nach Auswegen, konnte jedoch selbst keinen finden. So tut Beth mir während des gesamten Lesens einfach nur leid. Nicht nur die Sache mit Chase setzt ihr zu, sondern auch der Tod ihrer Schwester. Dabei muss sie sich von ihrem Umfeld anhören, sie würde nicht anständig trauern. Doch sie trauert sehr wohl, jedoch auf ihre Arte und Weise. Durch die Kommentare aus dem Umfeld fühlt sie sich dabei immer schlechter und gerät selbst in Zweifel, ob sie angemessen mit dem Tod ihrer Schwester umgeht. Erin Watt stellt eine perfekte innere Zerrissenheit eines Teenagers dar, woraus es keinen Ausweg gibt. Ab und an war es mir etwas zu schnulzig, doch auch das entspricht den Gedanken eines Teenies – Jugendliche denken schnulzig, besonders wenn sie verliebt sind. Zudem sind mir Liebesromane oft einen Tick zu schnulzig, sodass ich keinen realistischen Maßstab darstelle.

Insgesamt war es ein toller Roman für zwischendurch, der wohl jedem Young Adult Fan gefallen wird.

22. Satz:

„Ich freue mich über jede Sekunde mit Morgan. […]“

(S. 6)

Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

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