Was ich euch nicht erzählte – Celeste Ng

Der Titel dieses Werkes – Was ich euch nicht erzählte – sagt alles: Was passiert, wenn man Worte und Gefühle unausgesprochen lässt. Celeste Ng zauberte hier ein wirklich spannendes Buch, das doch ganz anders ist, als zuerst erwartet.

9783423145992

Originaltitel: Everything I never told you

Seitenzahl: 288

Verlag: dtv

Preis: 10,90 Euro

Zum Inhalt: »Lydia ist tot.« Der erste Satz, ein Schlag, eine Katastrophe. Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint sie nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei Lydias Leiche. Mord oder Selbstmord? Die Lieblingstochter von James und Marilyn Lee war ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Für den älteren Bruder Nathan steht fest, dass Jack an Lydias Tod Schuld hat. Marilyn, die ehrgeizige Mutter, geht manisch auf Spurensuche. James Lee, Sohn chinesischer Einwanderer, bricht vor Trauer um die Tochter das Herz. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der großen Schwester. Was bedeutet es, sein Leben in die Hand zu nehmen? Welche Kraft hat all das Ungesagte, das Menschen oft in einem inneren Abgrund gefangen hält? Nur der Leser erfährt am Ende, was sich in jener Nacht wirklich ereignet hat.

(Quelle: dtv)

Meine Meinung: Vordergründig habe ich einen Thriller oder Krimi erwartet, in dem Lydias Mörder gesucht und gefunden wird. Doch wurde Lydia überhaupt ermordet? Schnell wird klar, dass es hier um mehr geht. Es ist eine Geschichte über das Anders sein im Amerika der 70er Jahre, in dem Einwanderer Exoten sind und normal nicht viel erreichen. Lydias Vater, chinesischer Einwanderer der Zweiten Generation, kämpft mit Erfolgsdruck und Rassendiskriminierung. Ihre Mutter überträgt ihre eigenen Wünsche auf Lydia, da sie während des College schwanger wurde und diese selbst nicht mehr leben konnte. Während die Trauer um die älteste Tochter groß ist und die Familie noch mehr abwärts zieht, wiederholt sich alles beinahe bei der jüngsten Tochter. Während in der Gegenwart versucht wird, eine Erklärung für Lydias Tod zu finden, blitzen immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit auf, sodass das Puzzle nach und nach einen Sinn ergibt.

Ein toller Roman, der zum Nachdenken anregt.

10. Satz:

Alles an seinem Platz

 

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